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SommerUni 2026

Die SommerUni startet in diesem Jahr mit der Eröffnung am 02. September im Lichthof vom Welfenschloss und läuft bis zum 17. September.

SommerUni 2026

Die SommerUni startet in diesem Jahr mit der Eröffnung am 02. September im Lichthof vom Welfenschloss und läuft bis zum 17. September.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

auch in diesem Spätsommer bietet die Leibniz Universität in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover einem interessierten Publikum faszinierende Einblicke in die unterschiedlichsten Forschungs- und Wissenschaftsfelder. Das diesjährige Programm steht unter dem Motto „Lebendige Wissenschaften“. Für uns bedeutet das, aktuelle Erkenntnisse aus den Geistes-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften direkt in unseren Alltag zu holen. Unser Schwerpunkt liegt in diesem Jahr darauf, Forschung an interessanten Lern-, Natur- und Kulturorten unserer Stadt aktiv und hautnah erlebbar zu machen. Neben Formaten wie Vorträgen und Seminaren erwarten Sie daher zahlreiche interaktive Angebote, die reichlich Raum bieten, um mitzudiskutieren, selbst auszuprobieren und Erkenntnisse lebendig werden zu lassen. 

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der SommerUni am 02. September 2026 um 15:00 Uhr im Lichthof der Leibniz Universität (im Welfenschloss).

Die Anmeldung findet auch in diesem Jahr wieder über unser Online-Formular statt. Dieses erreichen Sie hier.

Veranstaltungen

Im Folgenden finden Sie die Veranstaltungen der SommerUni 2026.

  • Mi 02.09. 15:00 – 17:30 - Eröffnungsveranstaltung - 2 Impulsvorträge (Robotik/Embodi-ment)

    Grußwort des Präsidiums

    Prof. Dr. Julia Gillen, Vizepräsidentin für Bildung

    Impulsvortrag 1:
    Humanoide Robotik und Embodied AI – Wie KI die reale Welt erobert
    Prof. Dr.-Ing. Thomas Seel Professor und Leiter des Instituts für Mechatronische Systeme an der LUH

    Impulsvortrag 2:
    Mensch und KI - Technische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen?
    Prof. Dr. Henning Laux
    Professor für Soziologische Theorien der Wissensgesellschaft und Vorstand des Leibniz Forschungszentrums Wissenschaft und Gesellschaft (LCSS) an der LUH
     

    Moderierte Diskussion:
    Prof. Dr. Elke Katharina Wittich
    Leiterin der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung


    Tanzperformance „Am I” von Mónica Garcia Vicente
    Tanz: Sara Ezzell und Raúl Ferreira
    Musik: Sophia Grest am Cello


    Anschließend Sektempfang im Lichthof.

    TerminMi, 02.09.2026
    Zeit15:00 bis 17:30 Uhr
    OrtLichthof im Welfenschloss, Gebäude 1101,
    Welfengarten 1
    Beitragkostenfrei
  • Mi 02.09. 19:00 Uhr & Mi 09.09. 09:30 - 13:00 Uhr: Gefährliche Kartenspiele im Opernhaus - Dr. phil. Sabine Sonntag

    Seminar und Probenbesuch

    Bei der SommerUni setzt die Leibniz Universität ihre Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hannover fort. Wie jedes Jahr bietet Dr. Sabine Sonntag ein am Musiktheater orientiertes Thema an. Diesmal steht die Oper „Pique Dame“ von Tschaikowsky im Zentrum, die am 12. September Premiere haben wird. Dieses bedeutende Werk der Operngeschichte erlebte seine letzte hannoversche Neuinszenierung vor 55 Jahren. Sabine Sonntag stellt das Werk vor und erörtert mit den Teilnehmer*innen theaterpraktische Fragen zu Originalsprache, Besetzung, Regiekonzept und in diesem Fall einer Puschkin-Vertonung auch Akzeptanz einer russischen Oper in den Zeiten des Überfalls auf die Ukraine. Darüber hinaus wird den Hörenden diesmal auch ein Einblick in die Entstehung einer Opernproduktion geboten. In der Woche ab 02.09. können die angemeldeten Interessenten eine Probe zu „Pique Dame“ im Opernhaus besuchen und ein paar Tage später in der Universität mit Sabine Sonntag darüber diskutieren. „Lebendige Wissenschaften“ heißt das Motto der diesjährigen SommerUni, und so wird das Wissenschaftliche, also die Genesis des Werkes sozusagen dem lebendigen Erlebnis im Opernhaus angegliedert.

    Dr. phil. Sabine Sonntag
    ist Opernregisseurin und Musikwissenschaftlerin. Sie war lange die stellv. Intendantin der Staatsoper Hannover und gehörte danach zum Lehrkörper der Musikhochschule. Sie leitet seit vielen Jahren Seminare und Vorlesungen an der Leibniz Universität. Seit 2013 gehört sie außerdem zum Dozierendenstamm der SommerUni.

    Probenbesuch

    TermineMi, 02.09.2026
    Zeiten19:00 Uhr
    OrtStaatsoper Hannover
    Beitragkostenfrei

    Seminar

    TermineMi, 09.09.2026
    Zeiten09:30 – 13:00 Uhr
    OrtHörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitrag24 €
  • Do 03.09. 18:00 - 19:30 Uhr: Denken in Bewegung – Grundgedanken der alten chinesischen Philosophie - Martina Bölck & Jupp Hartmann

    Vortrag im Kesselhaus

    Die alte chinesische Philosophie entfaltet bis heute eine bemerkenswerte Strahlkraft. Sie ist nicht nur zentral für das Verständnis Chinas, sondern bietet auch zahlreiche Anregungen für gegenwärtige gesellschaftliche, politische und ethische Diskussionen.

    Der Vortrag beleuchtet den historischen Kontext, in dem diese Denktraditionen entstanden – eine Zeit tiefgreifender Umbrüche, in der Fragen nach Ordnung, Harmonie und Zusammenleben neu verhandelt wurden. Im Mittelpunkt stehen Konfuzianismus und Daoismus, zwei einflussreiche Strömungen, die unterschiedliche Antworten auf grundlegende Lebensfragen geben.

    Die gemeinsamen Grundlagen beider Philosophien werden dargelegt: das Streben nach Harmonie zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur, die Vorstellung einer Welt im ständigen Wandel sowie dynamische Ausgleichsprozesse, wie sie sich im Prinzip von Yin und Yang ausdrücken.

    Der Konfuzianismus betont soziale Verantwortung, Bildung und rituelle Ordnung, der Daoismus hingegen Spontaneität, Natürlichkeit und das Prinzip des Nicht-Eingreifens.

    Die Veranstaltung lädt dazu ein, beide Perspektiven kennenzulernen und ihre anhaltende Relevanz für aktuelle Debatten neu zu entdecken.

    Jupp Hartmann: Künstler und Philosoph, Studium Germanistik und Philosophie, 2003-2008 Aufenthalt in China, Veröffentlichung mehrerer Bücher zur chinesischen Philosophie, Übersetzung klassischer chinesischer Texte, 2024/25 Kursleitung für einen Philosophiekurs an der Schülerakademie China (mit Martina Bölck).

    Martina Bölck: Autorin und Dozentin, Studium Germanistik und Psychologie, 2003-2008 DAAD-Lektorin in Peking, Veröffentlichung mehrerer Bücher über China und Vorträge zu chinesischen Themen, 2024/25 Kursleitung für einen Philosophiekurs an der Schülerakademie China (mit Jupp Hartmann).

    TerminDo, 03.09.2026
    Zeit18:00 – 19:30 Uhr
    OrtHörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitrag12 €
  • Fr 04.09. 11:00 – 15:00 Uhr: Nachhaltige Industrie oder Unmögliches möglich machen - Chrissy Braun

    Vortrag

    Schwedt an der Oder ist ein kleiner Ort nordöstlich von Berlin. Bis 2022 wurden in der großen Raffinerie in Schwedt Gas und Öl aus der Russischen Föderation verarbeitet. Aufgrund der kriegerischen Ereignisse musste ein Transformationsprozess großen Ausmaßes in Gang gesetzt werden, der allen Beteiligten einiges abverlangt, denn fertige Lösungen in den Spannungsfeldern zwischen Klimazielen, Versorgungssicherheit, regionaler Wertschöpfung und den Interessen sehr unterschiedlicher Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gibt es nicht. 

    Gute Ideen scheitern jedoch selten an der Idee selbst, sondern an Haltungen, Strukturen und dem mühsamen Weg durch Institutionen. Am Beispiel des Industriestandorts Schwedt/Oder und seiner Situation seit 2022 zeigen wir, was passiert, wenn Konzerne, Startups, Politik und Bürgerschaft gemeinsam Zukunft gestalten wollen: Wo es hakt, warum es trotzdem vorangeht und was das über Transformation in der Praxis verrät. Daran zeigt sich, was Innovation und Kooperation in der Praxis wirklich bedeuten  und warum nachhaltige Veränderung in solchen Regionen so zäh ist.

    Chrissy Braun
    ist Community Engagement Managerin im Startup Labor Schwedt, einem EXIST-Modellprojekt zur Gestaltung des industriellen Wandels in Schwedt/Oder. Sie verantwortet die strategische Kommunikation, das Stakeholder-Management und die PR und entwickelt Live-Event-Formate – von Zukunftskonferenzen über Startup Challenges bis zu Transition Days. Als systemischer Teamcoach begleitet sie internationale Unternehmen in Change-Prozessen

    TerminFr, 04.09.2026
    Zeit11:00 bis 15:00 Uhr
    OrtRaum C001, Gebäude 1208
    Schloßwender Straße 5
    Beitrag24 €
  • Sa 05.09. 15:00 – 17:30 Uhr: Sophie Charlottes Feste - Prof. Dr. phil. Elke Katharina Wittich

    Vortrag im Welfenschloss und Führung durch das Heckentheater im Großen Garten

    Als Königin von Preußen liebte es Sophie Charlotte, in ihrem Schloss Lützenburg, dem heutigen Schloss Charlottenburg, Theater- und Opernaufführungen umzusetzen, bei denen sie häufig auch selbst als Cembalistin in Erscheinung trat. Ein erstes großes Fest war 1684 für sie in Herrenhausen anlässlich der Hochzeit mit Friedrich, Kurprinz von Brandenburg, gegeben worden. Ihre Eltern, Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg, und Herzogin Sophie sowie der gesamte Hofstaat, Gäste und Diplomaten fuhren in Prunkkarossen zum Großen Garten, um dort an den verschiedenen Aufführungen im Schloss und im Garten teilzuhaben. Bis zum frühen Tod Sophie Charlottes 1705 sollten noch viele Feste und Feuerwerke in Lützenburg und Herrenhausen folgen. Diese ungewöhnlich intensive Auseinandersetzung kennzeichnet musikhistorisch den Umbruch von kleinen kombinierten Formaten hin zu längeren Opern mit häufig dramatischen Handlungen. In der Zeit um 1700 kennzeichnen die Feste Sophie Charlottes zudem die höchste Form der Repräsentanz von Herrschaft, hierfür war die europaweit bekannt. 

    Prof. Dr. phil. Elke Katharina Wittich
    studierte Kunstgeschichte, deutsche Literatur, klassische Archäologie und Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind Architekturgeschichte und Wissenschaftsgeschichte. Seit 2021 leitet sie die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung.

    Vortrag:

    TerminSa, 05.09.2026
    Zeit15:00 – 16:00 Uhr
    OrtWelfenschloss, Welfengarten1, Bielefeldsaal, B305

    Führung

    VortragSa, 05.09.2026
    Zeit16:30 – 17:30 Uhr
    OrtHeckentheater, Großer Garten Herrenhausen
    Beitrag18 € und Eintritt Herrenhäuser Gärten
  • Di 08.09. 09:00 – 14:00 Uhr: GREEN DEMOCRACY - Urbane Einmischung- Guerilla Gardening - Florian Borkenhagen

    Workshop

    Der Hamburger Künstler Florian Borkenhagen entführt Sie in ein besonderes Format, in dem es um die Vorstellung von Partizipativer Gestaltung - urban acupuncture – Guerilla gardening gehen wird. Lassen Sie sich überraschen!

    Florian Borkenhagen
    geboren 1959 in Frankfurt am Main, ist ein deutscher Künstler, Designer und Professor für Raumkonzept und Design. Er absolvierte sein Studium Generalis an der HfbK Hamburg mit einem Diplom in Industriedesign. Weiteres siehe Wikipedia.

    TerminDi, 08.09.2026
    Zeit09:00 – 14:00 Uhr
    OrtRaum C001, Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitragkostenfrei
  • Mi 09.09. 10:00 – 11:30 Uhr: GREEN DEMOCRACY Gartenerbe am Campus Herrenhausen – Ein Spiegel der Gesellschaft - Michel Eckert M.Sc. (Landschaftsarchitektur)

    Exkursion in die Herrenhäuser Gärten

    Die Exkursion führt entlang der Gärten des Campus Herrenhausen und ergründet, welche Gesellschaftsmodelle, Entwicklungen und Demokratiebezüge sich im Gartenerbe ablesen lassen. Der Betrachtungsrahmen reicht vom Barock über den Landschaftsgarten, unbequeme Denkmäler und Nachkriegsmoderne bis hin zum aktuellen bürgerschaftlichen Engagement im Gartenerbe.

    Michel Eckert M.Sc.(Landschaftsarchitektur)
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Frau Prof. Formann am Lehr- und Forschungsgebiet Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege. Seine Forschungsschwerpunkte sind Citizen Science und bürgerschaftliches Engagement im Gartenerbe, ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Lehre in den Studiengängen: B.Sc. Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, M.Sc. Landschaftsarchitektur, in Seminaren zur Gartendenkmalpflege sowie in Projekten zur Geschichte/Gartenkunst/Gartendenkmalpflege.

    TerminMi, 09.09.2026
    Zeit10:00 – 11:30 Uhr
    OrtGroßer Garten Herrenhausen,
    Alte Herrenhäuser Straße 1
    30419 Hannover
    TreffpunktSteinerne Gartenordnung am Großen Garten in Herrenhausen um 09:50 Uhr - Weitere Angaben werden nach Anmeldung bekanntgegeben
    HinweisMaximale Teilnehmendenzahl: 16 - Die Stationen der Führung belaufen sich aktuell auf rund 3 Kilometer. Entsprechendes Schuhwerk und körperliche Konstitution werden empfohlen.
    Beitragkostenfrei
  • Do 10.09. 18:00 – 20:00 Uhr: GREEN DEMOCRACY Biodiversität vor der Haustür – Die Eilenriede als Stadtwald erleben - Prof. Dr. Jorge Groß

    Exkursion mit Vortrag und anschließendem Austausch

    Mitten in Hannover liegt mit der Eilenriede der größten zusammenhängenden Stadtwälder Europas – ein einzigartiger Natur- und Kulturraum direkt vor unserer Haustür. Doch welche Bedeutung hat ein Stadtwald für eine moderne Großstadt? Welche Rolle spielt er für Biodiversität, Klima, Erholung und das Zusammenleben von Mensch und Natur?

    Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch die Eilenriede entdecken wir die biologischen Besonderheiten dieses Lebensraums: alte Baumbestände, typische Tier- und Pflanzenarten sowie ökologische Zusammenhänge im Stadtwald. Zugleich werfen wir einen Blick auf die kulturhistorische Entwicklung der Eilenriede und diskutieren, warum Stadtwälder heute wichtiger denn je für Klimaanpassung, Naturschutz und Lebensqualität sind.

    Die etwa einstündige Exkursion verbindet kurze fachliche Impulse mit Naturbeobachtungen vor Ort. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und zur Nachbesprechung in einem Lokal in der List (z. B. am Lister Turm).

    Prof. Dr. Jorge Groß 
    ist Lehrstuhlinhaber für Didaktik der Biologie am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften (IDN) an der Leibniz Universität Hannover. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei der fachdidaktischen Lehr-Lern-Forschung und dem Einsatz digitaler Medien in Vermittlungsprozessen. Derzeit entwickelt er einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zur Artenkenntnis in Schulen (AriS) und zum Entdecken der Biodiversität auf dem Schulgelände

    TerminDo, 10.09.2026
    Zeit18:00 – 20:00 Uhr
    OrtEilenriede
    TreffpunktPelikan-Brunnen, Walderseestraße 30 / Ecke Fritz-Beindorf-Allee, 30177 Hannover 
    Empfohlene FahrverbindungenÖPNV: Haltestelle „Vier Grenzen“, von dort ca. 3 Minuten Fußweg
    HinweisMaximale Teilnehmendenzahl: 25 - Vorwissen ist nicht erforderlich – im Vordergrund stehen die Freude am Entdecken und ein neuer Blick auf die Natur mitten in der Stadt. Wetterangepasste Kleidung wird empfohlen. Wer ein Fernglas oder Bestimmungsbuch besitzt, kann dieses gerne mitbringen.
    Beitragkostenfrei
  • Di 08.09. 14:30 - 17:30 Uhr: Kelten, Römer und Germanen - Niedersachsen am Rande des Weltgeschehens - Regine Tuitjer

    Exkursion ins Landesmuseum

    Nördlich der Alpen und südlich der Mittelgebirge prägen im letzten Jahrtausend vor Christus keltische Herrensitze, pompöser Grabhügel, städtische Siedlungen das Bild der Kultur. Aber wie weit nördlich reichte ihr Einfluss über die Mittelgebirge hinaus? 

    Mit Caesars Eroberung Galliens treten auch die Germanen ins Blickfeld der Geschichte. Zunächst mit den Versuchen der Römer ihre Grenzen bis zur Elbe zu erweitern. Nach der Niederlage des Varus 9. n. Chr. war scheinbar der Rhein als Grenze gesetzt. Neuer Forschungen zeigen, dass es aber bis zum Ende des Römischen Reiches vielfache unterschiedliche Kontakte ins „freie“ Germanien gab. Schwerpunkt des Kurses werden neue Forschungsergebnisse im niedersächsischen Bereich zu den 1000 Jahren um Christi Geburt sein. Gesellschaftlicher Wandel und Handel, Krieg und friedliche Koexistenz bestimmen das Bild. 

    Regine Tuitjer
    studierte Archäologie, Chemie, Geschichte, Philosophie und Physik in Hannover und Göttingen. Seit 1982 arbeitet sie als Museumspädagogin und Kulturvermittlerin im Landesmuseum Hannover.

    TerminDi, 08.09.2026
    Zeit14:30 Uhr - 17:30 Uhr
    OrtNiedersächsisches Landesmuseum Hannover
    Willy-Brandt-Allee 5
    30169 Hannover
    TreffpunktEingangshalle des Landesmuseums
    FahrverbindungenU-Bahn Haltestelle Aegi, Buslinien 100, 200, 800
    HinweisMaximale Teilnehmendenzahl: 25
    Beitrag24 € plus Eintritt Museum (Eintritt Museum zahlbar vor Ort)
  • Do 10.09. 17:00 - 18:00 Uhr: Vom Bit zum Qubit und von der Uhr zum Gravimeter: Ein Überblick über Quantentechnologien - Dr. Franziska Greinert

    Vortrag mit Diskussion im Kesselhaus

    Quantencomputer schaffen es immer häufiger in die Medien, doch wieso eigentlich? Welche Vorteile werden erwartet, und was steckt physikalisch dahinter? Wieso brauchen wir neue kryptographische Verfahren, und was geht dabei mit Quanten? Wie lassen sich feinste Schwankungen der Gravitation mit Atomuhren messen, und welche weiteren Möglichkeiten eröffnen Quantensensoren?

    Der Vortrag führt in Grundlagen und Anwendungen moderner Quantentechnologien ein und diskutiert Chancen, Perspektiven und Grenzen.

    Dr. Franziska Greinert
    hat ein Lehramtsstudium der Mathematik und Physik an TU Braunschweig absolviert und anschließend über Physikdidaktik promoviert (2025). Als freiberufliche Autorin hat sie gemeinsam mit Rainer Müller ein Lehrwerk zum Thema Quantentechnologie-Bildung  verfasst. Seit 2026 ist Franziska Greinert Mitarbeiterin beim Quantum Valley Lower Saxony e. V. und arbeitet mit Fokus auf Quantum Training & Professional Development.

    TerminDo, 10.09.2026
    Zeit17:00 – 18:00 Uhr 
    OrtHörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitrag12 €
  • Fr 11.09. 17:00 - 19:00 Uhr: Hannah Arendt: Die Philosophin der Freiheit - Dr. Diana Häs

    Seminar

    Von Hannah Arendt lässt sich lernen, wie man über Herausforderungen der Gegenwart, Krisen und über Politik nachdenken kann. Die politische Theoretikerin, Philosophin und Publizistin Arendt kannte viele Herausforderungen der Gegenwart. Sie musste aus Deutschland fliehen und lebte viele Jahre in den USA als Staatenlose bis sie 1951 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Vor diesem Hintergrund entwickelte sie eine Philosophie der Freiheit und des Handelns. Ihr zufolge ist Freiheit der Sinn von Politik. In einer Zeit, in der liberale Demokratien weltweit durch gezielte Desinformation, Fake-News und Cyberangriffe autoritärer Regime unter Druck geraten, ist die Beschäftigung mit Hannah Arendts Philosophie von hoher Relevanz.

    Im Seminar wird ein Textauszug zur gemeinsamen Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

    Dr. Diana Häs
    ist Dozentin an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen für Philosophie und politische Theorie und seit 2024 Vorstandsmitglied des Hannah-Arendt-Vereins für politisches Denken e.V. in Bremen. Sie hat Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück studiert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem Begriff der Natalität bei Hannah Arendt.

    TerminFr, 11.09.2026
    Zeit17:00 – 19:00 Uhr 
    OrtRaum C001
    Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitrag18 €
  • Di 15.09. 17:00 - 18:30 Uhr: Wort & Widerhall Poetische Formen und ihre Wirkungen - Christina Rohwetter M.A.

    Lyrikwerkstatt

    Wie schafft es ein Gedicht, uns unmittelbar zu berühren? Und welche Rolle spielt dabei das literaturwissenschaftliche Handwerk? In dieser Lyrikwerkstatt verbinden wir subjektive Textwahrnehmung und kreatives Schreiben mit strukturierter Analyse. Am Beispiel eines ausgewählten lyrischen Textes vollziehen wir eine literarische Tiefenbohrung und erproben zwei Zugänge zur Lyrik: Zuerst horchen wir ganz intuitiv auf den persönlichen Widerhall, den die Worte in jedem von uns auslösen. Im zweiten Schritt blicken wir hinter die Kulissen der Textarchitektur. Wir entschlüsseln das fein abgestimmte Zusammenspiel von Rhythmus, Form und Wirkung und untersuchen, wie formale Kriterien als präzise Partitur des Gefühls fungieren. Bringen Sie Neugier und die Bereitschaft zum gemeinsamen Austausch mit sowie Schreibheft und Stift. 

    Christina Rohwetter M.A.
    studierte Literaturwissenschaften in Düsseldorf, Rennes und Hannover. Sie ist zertifizierte Leiterin für Kreatives Schreiben und Poesie- & Bibliotherapie. An der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung leitet sie seit 2024 das Weiterbildungsprogramm „Universität für Frauen“.

    TerminDi, 15.09.2026
    Zeit17:00 – 18:30 Uhr
    OrtRaum C001
    Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    HinweisMax. Teilnehmendenzahl: 16
    Beitrag18 €
  • Mi 16.09. 14:00 - 15:00 Uhr: Wenn Tradition zur Innovation wird. Wie Regionen ihre Küche erfinden - Mariusz Rybak

    Vortrag

    Was macht eine Küche regional? Nicht Boden, Klima oder jahrhundertealte Überlieferung allein, sondern die Art, wie über Essen gesprochen und geschrieben wird, wie Regionen sich kulinarisch in Szene setzen. Denn was heute als typisch und authentisch gilt, war gestern häufig vergessen, umstritten oder schlicht nicht existent.

    Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen aus Deutschland, Italien und Polen, wie Regionalität in den letzten 40 Jahren konstruiert und Herkunft als Qualitätsmerkmal inszeniert wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Regionen ihre Küche aktiv erfinden und warum das keine Gegentendenz zur Globalisierung ist, sondern eine ihrer Begleiterscheinungen.

    Mariusz Rybak M.A.
    promoviert zur Geschichte der Ernährung an der TU Dresden. Er studierte Sozialwissenschaften in Berlin und Krakau, war Gastwissenschaftler in East Lansing/Michigan, Belgrad und Nowosibirsk und arbeitete für Slow Food Deutschland und Slow Food International.

    TerminMi, 16.09.2026
    Zeit14:00 – 15:00 Uhr
    OrtHörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
    Beitrag12 €
  • Mi 16.09. 18:00-20:00 Uhr: Festakt zum Jubiläum 350 Jahre Leibniz kommt nach Hannover - Dr. Ariane Walsdorf

    Spurensuche im Harz – Zukunftsenergien der Vergangenheit

    Wo lässt sich der historische Leibniz heute noch entdecken? Dieser Frage gehen Dr. Ariane Walsdorf und der Filmemacher Mathias Reitz in ihrem 17-minütigen Dokumentarfilm nach. Er zeigt die faszinierende Welt des Harzer Bergbaus und der frühen Technikgeschichte. Zu den Stationen zählen der 19-Lachterstollen, das Bergbaumuseum und der Leibniz-Erkenntnisweg. Ausgehend von Leibniz' visionären Überlegungen zur Nutzung von Wind- und Wasserkraft verbindet die Dokumentation historische Schauplätze mit ausgewählten Objekten der Leibniz-Ausstellung der Leibniz Universität Hannover. Dabei wird sichtbar, wie eng technischer Erfindergeist, Energieversorgung und Zukunftsdenken bereits im 17. Jahrhundert miteinander verknüpft waren. Eine filmische Entdeckungsreise zwischen Wissenschaftsgeschichte, Bergbaukultur und den Zukunftsenergien der Vergangenheit. Im Anschluss folgt eine Diskussion mit Ariane Walsdorf, Akteurin des Dokumentarfilms. Die Veranstaltung ist Teil des 350. Leibniz-Jubiläumsjahres „Leibniz kommt nach Hannover“. Mit Popcorn und Getränken feiern wir das Leibniz-Jubiläum.

    Dr. Ariane Walsdorf 
    ist Technikhistorikerin und Expertin für Gottfried Wilhelm Leibniz. Seit 2018 vermittelt sie als Wissenschaftskommunikatorin an der Leibniz Universität Hannover Leibniz’ Leben, Werk und insbesondere seine technischen Erfindungen einer breiten Öffentlichkeit. Sie betreut unter anderem die Leibniz-Ausstellung „EXPLORE!Leibniz”. Als Autorin, Dozentin und Medienexpertin präsentiert sie Gottfried Wilhelm Leibniz und seine Zeit in Vorträgen, Ausstellungen sowie in TV-, Social-Media- und Online-Formaten in ganz Deutschland und international.

    TerminMi, 16.09.2026
    Zeit18:00 – 20:00 Uhr
    OrtKöniglicher Pferdestall,
    Appelstr. 7, 30167 Hannover
    Beitrag12 €
  • Do 17.09. 16:00 - 18:00 Uhr: Kleines Hoffest

    Zum Abschluss der SommerUni 2026 laden wir Sie herzlich ein zu Begegnung und Gespräch im Hof des Campus Schloßwender Straße 5-7.

    Unter dem diesjährigen Motto „Lebendige Wissenschaften“ haben wir in den vergangenen Tagen gemeinsam diskutiert, gelernt und neue Perspektiven gewonnen. Nun ist es an der Zeit, das Erlebte in entspannter Atmosphäre Revue passieren zu lassen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich mit anderen Teilnehmer:innen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder einfach bei einem kühlen Getränk und netten Gesprächen den Spätsommerabend zu genießen.

    Lassen wir die SommerUni gemeinsam lebendig ausklingen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!

    TerminDo, 17.09.2026
    Zeit16:00 – 18:00 Uhr
    OrtHof Schloßwender Str. 5-7 
    Bei schlechtem Wetter weichen wir in Raum C001 aus.
    Beitragkostenfrei

Online-Anmeldung zur SommerUni 2026

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  • Ihre Anmeldung ist verbindlich; Mit der Anmeldung ist Ihre Buchung von einer oder mehreren Veranstaltungen verbindlich. Sie erhalten keine Anmeldebestätigung. Wir benachrichtigen Sie, wenn Ihre Veranstaltung ausgebucht sein sollte, ausfällt oder verschoben wird.
  • Abmeldungen sind maximal 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn schriftlich möglich; nach dieser Frist wird der volle Teilnahmebeitrag fällig
  • Haftung für Sach- und Personenschäden wird nicht übernommen
  • Ihre Adress- und Anmeldedaten dienen ausschließlich organisatorischen Zwecken und werden nicht an Dritte weitergegeben
  • Träger der SommerUni ist das Gasthörendenstudium der Leibniz Universität
  • Die Rechnungsstellung erfolgt nach den Veranstaltungen. Die Rechnungen werden im Anschluss versendet. Ein Lastschriftverfahren wird nicht angeboten.
  • Gerichtsstand ist Hannover
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